Schöffel/The North Face/Tatonka & Co – Image und Realität der Outdoor Branche
Mi. 15.09.2010 um 19:30 im Autonomicum, Freiraumcafé im Blauen Turm der Universität Göttingen
Vorher: um 17 Uhr treffen wir uns zu einer offenen konsumkritischen Stadtführung am Gänseliesel
Gewerkschaftsverbot, erzwungene Überstunden, Hungerlöhne: Eine Gewerkschafterin aus El Salvador berichtet über die Arbeitsbedingungen in der Produktion für Outdoor-Markenfirmen
Kaum eine andere Branche konnte in den vergangenen Jahren derart starke Zuwachsraten erzielen wie die HerstellerInnen von Outdoor-
Bekleidung. Marken wie Jack Wolfskin, The North Face oder Patagonia haben sich von reinen Ausstattern für Natur- und Abenteuer-Freunde
zu AnbieterInnen angesagter Alltagskleidung entwickelt. Die meisten KäuferInnen setzen darauf, dass Outdoor-Kleidung sozial- und umwelt-
verträglich produziert wurde. Die Wirklichkeit sieht jedoch häufig anders aus. Zwischen Image und Realität der Outdoor-Branche klafft oftmals
eine skandalöse Lücke. Aus Anlass einer kürzlich erschienenen Outdoor-Studie der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign/CCC), die für Schlagzeilen und Aufregung in der Outdoor-Branche gesorgt hat, besucht Jeaneth Pineda aus El Salvador Deutschland. Sie wird hier über ihre lang-
jährigen Erfahrungen als Näherin in einer Weltmarktfabrik berichten. Jeaneth Pineda ist 36 Jahre alt und arbeitet seit 16 Jahren in der Bekleidungsindustrie El Salvadors, um ihre vierköpfige Familie zu ernähren.
Darüber hinaus ist sie gewerkschaftlich engagiert. Aktuell ist sie an Untersuchungen über die Arbeitsbedingungen in einer Zulieferfabrik bekannter Outdoor-Markenunternehmen wie The North Face, Patagonia und Marmot beteiligt.
Beginn: 19:30 Uhr
Ende: 22:00 Uhr
