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Folgende Filme zum Thema Landwirtschaft, Globalisierung, Nachhaltigkeit

könnt ihr bei uns im Büro ausleihen


Geraubte Zukunft | Der Agrarrebell | Monsanto mit Gift und Genen | Sklaverei auf italienisch | Ware Tier | Darwins Alptraum | Unser täglich Brot | Hühnerwahnsinn | Leben außer Kontrolle | Tote Ernte | Frisch auf den Müll | Food, Inc.



Geraubte Zukunft:

Ein Film von David Springbett.

Inhalt:

Unser Nahrungsproduktion ist vom Öl abhängig, unsere Ernährungssicherheit wird durch den Klimawandel bedroht und wir verlieren die Kontrolle über unsere Ernährung. Multinationale Konzerne kontrollieren das Öl, den Agrarhandel, die Ernährungsindustrie und patentieren Sorten und monopolisieren die Züchtung.

Der Film stellt die industrielle Landwirtschaft Kanadas der kleinbäuerlichen Produktion in Äthiopien gegenüber. In Kanada haben die Farmer die Kontrolle über ihr Saatgut verloren und sind abhängig, in Äthiopien wird die Vielfalt erhalten und es werden neue Wege zur Erhaltung der Ernährungssicherheit gegangen. Man gewinnt den Eindruck, dass wir dort viel für die Zukunft lernen können.

Geraubte Zukunft beschreibt die Gefahren für die Welternährung. Dabei ist die Rolle der Bauern und Bäuerinnen weltweit von größter  Bedeutung. Behalten sie die Kontrolle über ihr Saatgut? Welcher Gefahr liefern wir uns aus, wenn wir uns auf immer weniger Sorten verlassen? Warum wird im norwegischen Permafrost eine Genbank gebaut, die die gesamte landwirtschaftliche Vielfalt der Welt schützen soll? Wie können wir die Kontrolle über die Nahrung auf unseren Tellern zurückerlangen?

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Der Agrarrebell:

Permakultur in den Salzburger Alpen: „Mit der Natur kooperieren, statt sie zu bekämpfen“.

Inhalt:

Seit 1962, als er den Hof seines Vaters mit 19 Jahren übernahm, betreiben Sepp Holzer und seine Frau ein perfekt funktionierendes Permakultur-System, ohne überhaupt von dem Begriff „Permakultur“ gehört zu haben.

Angelegt in Terrassen, ähnlich den Reisfeldern in Asien, unterscheidet sich sein 46h großes Land stark von den umliegenden Fichtenmonokulturen: Hier wächst vieles, was kaum jemand in einer Höhenlage von 1400m vermuten würde: von Kirschen, Äpfeln, Pilzen über Kiwifrüchten bis hin zu Zitronen, Kürbissen, Kartoffeln und Zucchini. Überall sprießt und gedeiht die Natur. Entlang den Wegen, auf Terrassen, im Wald, auf extremen Steilhängen und sogar auf steinigem Boden. Innerhalb der Mischkultur befinden sich ca. 45 Wassergärten, Feuchtbiotope, Teiche und drei Bergseen. Hier züchtet der Biobauer seltene Fische, Kröten, Krebse und Wasserpflanzen. Seine Schweine beackern den Boden, eggen und düngen, und die Pflanzen sorgen gegenseitig für Feuchtigkeit, Stickstoff, und Gründünger So hat Sepp Holzer weniger Arbeit und mehr Zeit, interessierter Besucher aus aller Welt über seine Mischkulturen aufzuklären.

Der Film ist ein wunderbares Gegenbeispiel zur industriellen Landwirtschaft und weckt Hoffnung und Träume auf eine Landwirtschaft, die mit der Natur kooperiert, statt sie zu bekämpfen.

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Monsanto mit Gift und Genen:

Dokumentarfilm über Monsanto, den weltweit agierenden US amerikanischen Hersteller von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Inhalt:

Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind sicher. Das sagen die Herstellerfirmen. Marie-Monique Robins Recherche, über den Biotechnologie-Konzern Monsanto untersucht, wie die wissenschaftlichen Beweise für die Behauptung zu Stande kommen. Sie findet heraus, dass Genmanipulierer auch Forschungsergebnisse manipulieren. Gegenstimmen bringt Monsanto systematisch zum Verstummen. Robins Film enthüllt die Einflussnahme auch Politik und Kontrollbehörden bei seinem Weltumspannenden Griff nach der Macht über unser Essen.

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Sklaverei auf italienisch:

Inhalt:

Die 52-minütige Dokumentation »Sklaverei auf Italienisch« von Thomas Giefer, Rena Giefer und Karl Hoffmann (Redaktion: Sabine Rollberg, wdr/arte und Heribert Blondiau, wdr) beschreibt die skandalösen Zustände bei der Tomatenernte in Apulien. An konkreten Beispielen – ein tot aufgefundener und ein seit langem verschwundener Pole in Italien sowie Betroffene in Ghana – führen die Filmemacher dem Zuschauer die erschütternde Situation von Menschen vor, die als moderne Sklaven zur wirtschaftlichen Entwicklung Europas beitragen.

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Ware Tier:

Ein Film von Christian Rhode

Inhalt:

In deutschen Küchen werden im Jahr über 7 Milliarden Eier in die Pfanne gehauen, mehr als 2,3 Millionen Tonnen Fleisch verzehrt, 29 Milliarden Liter Milch getrunken und es wird immer mehr Fisch gegessen. Doch woher kommt das alles? Wird der Fisch von einem weißbärtigen Käpt’n mit seiner Kindercrew gefangen? Lebt das Huhn auf einem idyllischen Bauernhof mit Hahn auf dem Mist? Und sind Schweine eigentlich immer glücklich und Kühe lila-bunt? Die Realität sieht anders aus – eine Welt voller Legebatterien, riesiger Fischzuchtanlagen und Schlachthöfe. Tiere sind Produktionseinheiten – ohne Seele, ohne Recht auf ein Leben.

Auf der Suche nach dem glücklichen Huhn (Folge 1):

In deutschen Küchen werden im Jahr über sieben Milliarden Eier in die Pfanne gehauen, in Kuchen gerührt oder als Frühstücksei verzehrt. Glücklich soll das Huhn gewesen sein, so heißt es. Nur dann schmeckten die Eier. Und Hühner legen nicht nur Eier. Sie landen auch als Brathähnchen oder als Suppenhuhn auf unseren Tellern, immer öfter und in immer größeren Mengen. Doch woher kommt das alles, die Eier, die Hühner und die Hähnchen? Vom idyllischen Bauernhof mit Hahn auf dem Mist? Mist keine Spur. Stattdessen Legebatterien, Hähnchenmastanlagen, Schlachtanlagen.

Auf der Suche nach munteren Kühen und Schweinen (Folge 2):

In Deutschland werden im Jahr 2,3 Millionen Tonnen Fleisch verzehrt und 29 Milliarden Liter Milch produziert. Doch woher kommt das alles? Von lauter frohen Schweinen und bunten Kühen? Oder haben wir beim kauen vielleicht vergessen, wie unser täglich Essen entsteht? Wahrscheinlich wollen wir es gar nicht so genau wissen. Denn bei Milch denkt man eben lieber an lila Kühe auf der Alm, als an Rinderklinik und Magen OP und beim Schweinekamm für 1,48 ¬ freut sich der Kunde über den Preis und denkt wenig an das Schweineleben. Billig haben wir es am liebsten.

Auf der Suche nach dem frischen Fisch (Folge 3):

Frisch aus der Dose oder als paniertes Stäbchen – manchmal am heimischen Herd erhitzt oder nett garniert im Restaurant. Die Deutschen essen immer mehr Fisch. Doch woher kommt der? Fängt ihn etwa ein weißbärtiger Käpt’n mit seiner Kindercrew? Kommt er von romantischen Kuttern aus Nord- und Ostsee? Oder einfach so, aus der Tiefkühltruhe? Die Realität sieht anders aus.

Diese Dokumentation gewährt schonungslose Einblicke in die Untiefen der Massentierzuchtindustrie und deckt losgelöst von suggestiven Werbebotschaften, die tatsächliche Herkunft unserer Nahrungsmittel auf.

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Darwins Alptraum:

Inhalt:

In den 60er Jahren wurden im Viktoriasee Nilbarsche zu Versuchszwecken ausgesetzt. Dieser Eingriff brachte das ökologische Gleichgewicht ins Wanken. Binnen kurzer Zeit verdrängte der gefräßige Raubfisch, der fast zwei Meter lang werden kann, alle einheimischen Arten. Heute ist er als Viktoriabarsch ein Exportschlager. Täglich starten große russische Transportmaschinen mit frischem Fischfilet an Bord in die Industrieländer. Auf dem Rückflug besteht die Ladung häufig aus Waffen. So hängt die Geschichte des Fisches eng mit den Bürgerkriegen in Zentralafrika zusammen. Dieser florierende globale Handel von Kriegsmaterial und Lebensmitteln hat das Leben der Menschen am Ufer des größten tropischen Sees der Erde radikal verändert. Der österreichische Filmemacher Hubert Sauper zeigt den Überlebenskampf der Menschen und stellt in seinem Dokumentarfilm die Frage, ob es ihnen im Strudel der Globalisierung mittlerweile ähnlich geht wie den Fischen im Viktoriasee: Nur der „Stärkste“ überlebt – ein darwinistischer Alptraum.

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Unser täglich Brot

Inhalt:

Brot ist weit mehr als nur Brot. Es ist seit Jahrtausenden Sinnbild von Nahrung, körperlicher und seelischer Kraft, Lebenskraft. „Unser täglich Brot gib uns heute“ heißt es in einem Gebet nach Matthäus 6.11, das Millionen von Christen täglich beten. Bewusst hat Regisseur Nikolaus Geyrhalter für seinen Film diesen Titel gewählt, denn er lässt den Kinobesucher Zeuge einer ganz eigenen Schöpfungsgeschichte werden.
UNSER TÄGLICH BROT ist eine filmische Meditation über die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion. Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen zeigt der Film Orte, an denen Nahrungsmittel produziert werden: Für Fahrzeuge optimierte, surreale Landschaften; sterile Räume in funktioneller, industrieller Architektur, für logistisch-effiziente Abläufe entwickelt. Eine kühle, industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt.

Indem Nikolaus Geyrhalter der Frage „Woher kommt unsere Nahrung?“ schonungslos nachgeht, stellt er gleichzeitig die Seinsfrage. Wo steht der Mensch in einer Welt, die sich in ganz elementaren Dingen verselbständigt hat? Und er zeigt die industrielle Nahrungsmittelproduktion als Spiegelbild unseres Wertkanons: viel, einfach, schnell, wenige produzieren für uns alle.

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Hühnerwahnsinn – Wie Europas Exporte Afrika schaden

Inhalt:

Brust oder Keule? Die Deutschen haben sich eindeutig entschieden. Seit dem Trend zur fettarmen Ernährung werden nirgendwo so viel Hähnchenbrüste gegessen wie in Deutschland. Die Industrie bedient diesen Trend, denn das Filet wirft ordentlichen Profit ab. Doch wohin mit den übrigen Hühnerresten? Tiefgekühlt werden sie weltweit verschoben. Dabei landen diese Hühnerteile häufig in afrikanischen Ländern. Die Folge: lokale Märkte dort werden zerstört und Menschen erkranken an dem minderwertigen Fleisch – auch, weil unsere Hygienevorschriften dort nicht mehr gelten: Afrika ist nicht Europa.

Der Film Hühnerwahnsinn verfolgt diese Hühner-Teile auf ihren verschlungenen Wegen von Deutschland, Frankreich und den Niederlanden nach Afrika. Am Beispiel Ghana und Togo wird dokumentiert, welche Auswirkungen die Exporte auf die örtlichen Märkte haben und was der europäische Hühnerwahnsinn für die Menschen dort bedeutet. Der Film gibt aber auch einen Einblick in ein Geschäft, in dem täglich Hunderttausende Hühner vom Schnabel bis zur Kralle verarbeitet werden. Der Druck auf die Hühnerzüchter wächst nicht nur in Afrika: Riesige Mengen von tief gefrorenem Hühnerfleisch aus Brasilien werden inzwischen billig nach Europa verschifft und vernichten selbst in traditionellen Hühnerzuchtgegenden immer mehr Arbeitsplätze.Der Film zeigt ein globales Hähnchen-Roulette, das in einer Verkettung von Wellnesswahn und Geschäftemacherei die Existenz und Gesundheit von Menschen ruiniert.
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Leben außer Kontrolle

…erzählt alles was Sie schon immer über Gentechnik wissen wollten…von Gen-Pflanzen, -Tieren und -Menschen…in Indien, USA, Canada, Norwegen, Island, Kolumbien…und von vielen mutigen Menschen, die sich nicht einschüchtern lassen.

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Tote Ernte:

Inhalt:

Im kanadischen Weizengürtel wurde der Landwirt Percy Schmeiser vom Chemie -und Saatguthersteller Monsanto auf Patentverletzung und eine halbe Millionen Mark Schadenersatz verklagt, weil Wind oder Vögel ihm Monsantos genmanipulierten Raps zugetragen haben. Schmeiser erhob Gegenklage wegen Rufmord und Verseuchung seiner Felder, ging an die Öffentlichkeit und wird inzwischen von Bio- und Bürgerrechts-Organisationen als Ikone des Monsanto-Widerstands rund um den Globus geschickt. Seine weltweite Botschaft: Verteidigt Euer Saatgut!
In Europa sammelt der Landwirt Klaus Buschmeier aus dem westfälischen Extertal Kollegen um sich und organisiert einen Aufstand gegen den Deutschen Bauern-verband. Ein Kooperationsabkommen des Bauernverbandes mit den Pflanzenzüchtern über Nachbaugebühren empfinden die Bauern als Verrat. Im Landgericht München, das eigens eine Sonderkammer einsetzt, lesen Bayerns Bauern ihrem Landesführer vor der Kamera fast handgreiflich die Leviten.

Um die Gentechnik durchzusetzen, haben die Chemiemultis fast alle großen Pflanzenzüchter geschluckt. Gentechnik stoppt nicht den Hunger in der Welt, sondern fördert den Chemieabsatz. Die Gentechnik macht Nutzpflanzen gegen Unkrautmittel resistent. Der Bauer darf die Pflanzen anbauen, mit Chemie behandeln und verkaufen, mehr nicht. Jede Wiederaussaat oder eigene Zuchtarbeit wird verboten oder mit Gebühren belegt. Für Busch-meier und Schmeiser ist das die Rückkehr der Leibeigenschaft.
Der Gipfel des gentechnischen Zynismus ist die sogenannte Terminator-Technologie. Sie macht die Bauern mit Hilfe der Gentechnik endgültig von den Konzernen abhängig. Die Pflanzen werden gentechnisch so manipuliert, dass sie nur einmal keimfähig sind. Eine Wiederaussaat der Ernte ist zwecklos. Die Ernte ist tot.

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Frisch auf den Müll

Inhalt:

Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll! Das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das entspricht etwa 500.000 Lkw-Ladungen pro Jahr. Für die ARD-Themenwoche „Essen ist Leben“ (23. – 29. Oktober 2010) hat Regisseur Valentin Thurn das Ausmaß dieser Verschwendung international recherchiert – in den Abfall-Containern der Großmärkte, Lagerhallen und Supermärkte. Dokumentiert hat er überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, teilweise noch original verpackt, oft auch mit noch gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum. Bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr!
Auf der Suche nach den Ursachen spricht Valentin Thurn mit Supermarktmanagern, Bäckern, Großmarkt-Inspektoren, Ministern, Bauern und EU-Politikern.
Was er findet, ist ein weltweites System, an dem sich alle beteiligen. Alles soll jederzeit verfügbar sein, Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an, bis spät in den Abend muss das Brot in den Regalen frisch sein, zu jeder Jahreszeit gibt es Erdbeeren. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, ein Riss in der Kartoffel, eine Delle im Apfel – sofort wird die Ware aussortiert. Joghurtbecher landen schon zwei Tage, bevor ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft im Müll.
Dass die Hälfte der bereits produzierten Lebensmittel zu Abfall wird, wirkt sich verheerend auf das Weltklima aus. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger, Pestiziden und rodet den Regenwald, sie ist damit für mehr als ein Drittel der Treibhausgase verantwortlich. Wenn Nahrungsmittel auf der Müllkippe verrotten, entweicht zusätzlich Methangas, das sich auf die Erderwärmung 25mal so stark auswirkt wie Kohlendioxid.
Der Wunsch der Konsumenten, über alles jederzeit verfügen zu können, verschärft auch den weltweiten Hunger. Die steigenden Weizenpreise belegen es: Heute kaufen die Industrieländer ihre Lebensmittel auf dem Weltmarkt, ebenso wie die Entwicklungsländer. Würden wir weniger wegwerfen, müssten wir weniger einkaufen; die Preise fielen und es bliebe mehr für die Hungrigen.
Aber es geht auch anders: Regisseur Valentin Thurn findet weltweit Menschen, die die irrsinnige Verschwendung zu stoppen versuchen: sogenannte Mülltaucher, die Nahrungsmittel aus den Abfall-Containern der Supermärkte retten, Supermarkt-Direktoren, die ihre Kunden davon überzeugen, weniger klimaschädliche Produkte zu kaufen, Verbrauchervereine, die Bauern und Kunden direkt zusammenbringen. Kleine Schritte, die aber viel bewirken könnten: Wenn wir in den Industrieländern die Lebensmittelverschwendung nur um die Hälfte reduzieren, hätte das auf das Weltklima denselben Effekt, als ob wir auf jedes zweite Auto verzichten.

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Food, Inc.

Inhalt:

Was wissen wir über die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen? Zu wenig, glaubt der Filmemacher Robert Kenner, der zusammen mit den Bestsellerautoren Eric Schlosser (‚Fast Food Nation‘) und Michael Pollan (‚The Omnivore’s Dilemma‘) die verantwortungslosen Produktionsweisen der Lebensmittelindustrie aufdeckt. Diese setzt zur Wahrung des eigenen Profits nicht nur die Lebensgrundlage vieler Landwirte und die Sicherheit zahlloser Landarbeiter aufs Spiel. Die industriellen Lebensmittelproduzenten bedrohen mit ihrem rücksichtslosen Wirtschaften auch die Gesundheit der Konsumenten. Dass sie dabei von den jeweiligen Regierungen in der Regel auch noch gedeckt werden, macht die Sache keinesfalls besser. Genmanipuliertes Getreide, mit Medikamenten versetztes Tierfutter, hormonbehandeltes Mastvieh und Giftrückstände in nahezu allen Produkten – die Liste des Schreckens wird mit jedem Tag länger und es gibt keinen landwirt schaftlichen Bereich, der noch nicht von einem Lebensmittelskandal betroffen gewesen wäre. Eric Schlosser: ‚Die Lebensmittelindustrie möchte gar nicht, dass wir wissen, was wir essen. Denn wenn man es wüsste, würde man es vielleicht gar nicht essen wollen. Man guckt auf die Etiketten und liest Bauer soundso, tatsächlich sind es höchstens drei oder vier Firmen, die den Fleisch markt kontrollieren. In unserer Geschichte gab es noch nie so große und mächtige Lebensmittelfirmen.

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